Besuch in der Moorlandschaft von Chapelle-des-Bois (Dep. Doubs)

Abstract

Im Rahmen einer Vorstandsexkursion der Basler Botanischen Gesellschaft (19.–21. August 1994) hatten wir das Vergnügen, unter Führung von Prof. Jean-Louis Richard die Moorlandschaft zwischen Chapelle-des-Bois (Dép. Doubs) und Bellefontaine (Dép. Jura) direkt jenseits des Waadtländer Juras kennenzulernen. Hier, hinter dem Mont Risoux, erstreckt sich eine der kältesten Landschaften Mitteleuropas. In der Nähe des flachen Passübergangs von 1111 m befinden sich zwei leicht vertieft gelegene bedeutsame Gebiete (ca. 1080-1090 m): direkt südlich Chapelle-des-Bois die Tourbières (1 km2) mit einem Mosaik von Föhrenwäldern und offenen Moorheiden sowie Moorwiesen, und nordöstlich Bellefontaine die Seenlandschaft mit dem Lac de Bellefontaine und dem Lac des Mortes, mit reicher Zonation von Schwingrasen und Moorbülten. Am weiter nördlich gelegenen kleinen Moorsee bei Reculfoz (westlich Mouthe) konnten wir interessante Vergleiche zum eben Gesehenen ziehen.

In der folgenden, stark vereinfachenden Darstellung sollen die wichtigsten Vegetationstypen dieser Jura-Moore in Erinnerung gerufen werden. Wir stützen uns dabei dankbar auf die umfassende Arbeit von J. D. Gallandat (1982).

https://doi.org/10.12685/bauhinia.1817
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