Abstract
In keinem Abschnitt der Menschheitsgeschichte hat sich die bildnerische Wiedergabe von Pflanzen so entscheidend verändert wie zu Anfang der Neuzeit zwischen 1400 und 1600. In dieser Periode von knapp 200 Jahren lässt sich eine Entwicklung nachweisen, die von abstrakten, naturfernen Schemata zum naturtreuen Bild und zuletzt zur wissenschaftlichen Abbildung geführt hat. Diente die Pflanze zu Beginn dieser Entwicklung als Vorbild für Ornamente oder als Illustration von Heilbüchern, tauchte sie später als Vorlage in Musterbüchern auf und wurde zuletzt als selbständige Naturstudie dargestellt. Im folgenden sollen einige Tendenzen dieses Wandels veranschaulicht werden.

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