Abstract
Zur Unterscheidung verschiedener Pflanzensippen müssen bei vergleichend morphologischen Untersuchungen zahlreiche Merkmale qualitativ und quantitativ analysiert werden. Je enger die Sippenverwandtschaft ist, desto weniger sind rein qualitative Merkmale für den Systematiker fassbar und um so grösser wird für ihn die Notwendigkeit, Merkmale zu finden, die messbar sind und die unter Berücksichtigung statistischer Regeln eine Abgrenzung verschiedener Sippen ermöglichen. Viele von diesen unterliegen jedoch sowohl einer starken umweltbedingten Variation als auch ontogenetisch bedingten Veränderungen, so dass sorgfältig geprüft werden muss, ob einem Merkmal überhaupt eine taxonomische Bedeutung beigemessen werden kann, und wenn ja, unter welchen Voraussetzungen es zur Sippenabgrenzung verwendet werden darf.

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Copyright (c) 2025 Dr. Anselm Kratochwil
