Oxalis pes-caprae L., ein anpassungsfähiger Neophyt in Sizilien

Abstract

Kolonisierende Arten (vgl. Baker 1965), z.B. Ackerbegleiter oder Besiedler von ruderalen Standorten, zeichnen sich neben einer erhöhten phänotypischen Anpassungsfähigkeit an neue Standortbedingungen (Lewontin 1957) und verschiedenen anderen Eigenschaften durch eine hohe Samenproduktion aus (vgl. Baker 1965, Young et Evans 1976).

Bei einigen perennierenden Arten scheint die Fähigkeit einer weiten ökologischen Toleranz von grösserer Bedeutung für die Kolonisierung neuer Habitate zu sein als die Bildung von Samen (vgl. Henslow 1910, Lehmann 1928). Das kann zu einer Selbststerilität führen, wie sie bei der im Mediterrangebiet häufig vorkommenden Art Oxalis pes-caprae L. zu finden ist.

Da sich die Art nur noch vegetativ fortpflanzen kann, stellt sich die Frage, wie sie es schafft, erfolgreich grosse Flächen zu besiedeln. Dabei sollen insbesondere die Verhältnisse in Sizilien im südlichen Mittelmeergebiet untersucht werden. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf das Einwirken der anthropogenen Einflüsse gerichtet. 

 

https://doi.org/10.12685/bauhinia.1898
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