Sterben die Mesobrometen aus?

Abstract

Naturschutzämter und -Organisationen unternehmen in jüngster Zeit Anstrengungen zur Erhaltung der Magerwiesen. Sehr in Anspruch genommen durch den Schutz und die Neuanlage von Feuchtbiotopen, haben sie in den 60er- und 70er-Jahren den Rückgang der Magerwiesen kaum beachtet. Es waren eben keine spektakulären, grossräumigen Eingriffe, wie etwa Flusskorrektionen, die Bevölkerung und Naturschutzkreise in Alarm versetzt hätten, sondern ein seit dreissig Jahren anhaltendes, schleichendes Verschwinden.
Das Areal der Magerwiesen wurde durch ganz verschiedene Vorgänge des Landschaftswandels vermindert, die, jeder für sich genommen, kaum als grosser Schaden auffielen:
- Die Magerwiesen auf mittel- bis tiefgründigen Böden wurden durch Düngung in Fettwiesen umgewandelt.
- Sehr magere Weidegebiete und abgelegene oder steile, magere Mähwiesen wurden nicht mehr genutzt und verbuschten in der Folge.
- Sonnige Hänge wurden überbaut.
- Ausgebuchtete Waldränder wurden durch Aufforstungen, oft mit Fichten, begradigt.
Diese Eingriffe fanden um so weniger Beachtung, als sie, schrittweise vorgenommen, im Einzelfall nur kleine Parzellen umgestalteten

https://doi.org/10.12685/bauhinia.1922
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