Bodenuntersuchungen in den Calanchi der Emilia-Romagna

Abstract

Als Folge der Entwaldung und der landwirtschaftlichen Nutzung sind geologische Tonformationen in Italien Gebiete starker Erosionstätigkeit. Durch die Intensivierungn des Ackerbaus während der Anbauschlacht der beiden Weltkriege wurden die Schädigungen noch verstärkt, so dass die landwirtschaftliche Nutzbartkeit der Böden infolge des raschen, flächenhaften Hangabtrags bzw. der Aufschüttungen in den Talsohlen beträchtlich vermindert sein kann. Regelmässig werden Strassen und Siedlungen durch Hangrutschungen beschädigt oder zerstört, während an steileren Hängen oberflächlich abfliessendes Niederschlagswasser vor allem verheerende Rinnenspülungen bewirkt, die schliesslich zur Bildung von Calanchi, Rachelsystemen von oft über 100m Höhe, führen kann. Versuche, Calanchi wieder zu stabilisieren, werden laufend unternommen, haben aber noch kaum Aussicht auf Erfolg.

https://doi.org/10.12685/bauhinia.1927
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