Eurhynchium striatum und E. angustirete (= E. Zetterstedtii): ihre Unterscheidung und ihre Verbreitung in der Umgebung von Basel

Abstract

Im Jahre 1942 hat Stürmer die Laubmoosart Eurhynchium striatum (Hedw.) Schimp. in zwei Kleinarten aufgeteilt, nämlich E. striatum sens. strict. und E. Zetterstedtii Störmer. Nach Koponen (1967) ist E. Zetterstedtii identisch mit dem von Brotherus bereits im Jahre 1929 aus Formosa beschriebenen Brachythecium angustirete, so dass die Änderung des Namens in Eurhynchium angustirete (Broth.) Koponen fällig wurde.

Die Verbreitung von E. striatum in Europa ist eher ozeanisch, im Gegensatz zu E. angustirete, das eine eher kontinentale Verbreitung besitzt (Stürmer 1942 und 1969, Koponen 1964 und 1967).

In der Schweiz sind die beiden Sippen meist nicht unterschieden worden. Stürmer (1942) gibt an, dass er Herbarmaterial von beiden Sippen aus der Schweiz gesehen hat. Bizot (1960) und Bizot, Gaume und Lachmann (1961) melden das Vorkommen von E. angustirete im französischen Jura, nur wenige Kilometer von der Schweizergrenze entfernt. Sie bezeichnen das Moos als Gebirgsform mit kontinentaler Verbreitung im Gegensatz zu E. striatum, das die Ebene und den Westen Europas bewohne.

https://doi.org/10.12685/bauhinia.1947
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