Abstract
Aerobiologische Untersuchungen gewinnen zunehmend an Bedeutung. Sie sind nicht nur für den mit Allergologen zusammenarbeitenden Aeropalynologen, der allergisierenden Pollenkörner registrieren will, wichtig, (vergl. Ruth M. Leuschner 1974). Auch der Paläopalynologe vergleicht seine Befunde gerne mit dem Vorkommen rezenter Pollen in der Luft etwa im Hinblick auf Überpräsentation einiger Arten oder auch in Bezug auf den immer wieder diskutierten Ferntransport dieser Mikrosporen. Schliesslich gibt die Arbeit mit der für aerobiologische Untersuchungen besonders geeigneten «BURKARD-Apparatur» (Abb. 1), mit der Tag für Tag die Schwebeteilchen in 1 m3 Luft festgehalten werden können, auch noch ganz andere Resultate: Es können bei bestimmten Wetterlagen Partikel von Sahara-Staub registriert werden. Auch chemische Verunreinigungen der Luft in Form von Mikrokristallen oder von Farbpartikeln lassen sich auf den Haftstreifen der Apparatur mikroskopisch nachweisen (siehe G. Boehm und Ruth M. Leuschner, 1974 und 1975).

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