Beiträge zur Kenntnis der Wälder, Moos- und Flechtenassoziationen in den Gebirgen Nordgriechenlands

Abstract

Nachdem 1974 das grosse Werk von Horvat, Glavac und Ellenberg über die Vegetation Südosteuropas erschienen war, folgten 1975/1976 in zwei umfangreichen Bänden die Ergebnisse der 15. IPE, die von Dafis und Landolt redigiert wurden. Somit kann auch die besonders komplexe Vegetation Griechenlands als gut erforscht gelten. Wer sich in diesen Publikationen genauer umsieht, wird bald bemerken, dass noch manche Probleme offen bleiben mussten und wird aus diesen Zusammenfassungen manche Anregung zu eigenen Nachforschungen empfangen. Nach den vielen Beiträgen zur Höhenstufenfolge mediterraner Gebirge sind von Ozenda, Voliotis und Walter (l.c.) drei weitere erschienen, die zeigen, wie sehr die Meinungen noch immer auseinandergehen. Von vielen Gesellschaften, insbesondere von Fichten- und Föhrenbeständen, aber auch von manchen Wäldern der «Quercus petraea-Zone» oder des «Quercion frainetto» wurden erst sehr wenige und aus weiten Gegenden überhaupt keine zuverlässigen soziologischen Aufnahmen veröffentlicht. Zwar haben Horvat, Glavac und Ellenberg bereits versucht, über die regional-floristischen Unterschiede hinweg die mitteleuropäische Gliederung der Buchen-Weisstannengesellschaften nach thermischen und trophischen Stufen in Südosteuropa zu verfolgen, doch ist die Frage noch weitgehend unbeantwortet, ob dieses weiter nördlich so sehr hervorstechende Konzept auch für die Buchenwälder Griechenlands gilt und wie weit ihm auch die Hybridtannenwälder noch unterstehen. Endlich fällt in allen Arbeiten über die mediterrane Hartlaubwaldvegetation auf, wie wenig bisher ihre Abhängigkeit von den lokalen edaphischen und klimatischen Bedingungen untersucht worden ist.

https://doi.org/10.12685/bauhinia.1982
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