Abstract
Es ist mir vergönnt gewesen — und ich muss es als ein ausserordentliches Glück bezeichnen —, mit dem Grössten der Schweizer Botaniker der damaligen Zeit: Dr. jur. et phil. Hermann Christ-Socin in dessen letzten fünfzehn Lebensjahren in persönlichen und schriftlichen Verkehr zu treten.
Das Wagnis, als junger Student ihn zu bitten, ihn besuchen zu dürfen, war gross. Ich tat es aber doch (Mai 1918). Da ich das «Pflanzenleben» Christs damals bereits besass und sein Inhalt mir vertraut war, auch über die Farne schon viel wusste, da ich ferner die Flora der Umgebung von Basel von zahlreichen Exkursionen her bereits ziemlich gut kannte, ebenso das Wallis und andere Teile der Schweiz, durfte ich wohl hoffen, den alten Herrn nicht zu enttäuschen, sondern ein Examen anständig zu bestehen und in einem Gespräch nicht abzufallen. Es kam zu meiner Freude eine artige, bejahende Antwort.

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