Abstract
Im Jahre 1916 ist dem Berner Franz v. Tavel, der, angeregt durch Hermann Christ, sich in reiferen Jahren den schweizerischen Pteridophyten zugewandt hatte, bei Kandersteg im Berner Oberland ein hervorragender Fund geglückt: die Entdeckung des für die Schweiz neuen kleinen Farns Woodsia glabella R. Br. 1) 2)
32 Jahre lang blieb in der Literatur Kandersteg für den Farn der einzige bekannte Verbreitungsbezirk in unserem Land.
Nach v. Tavels Entdeckung folgten — erwartete und nicht erwartete — Funde von W. glabella: 1918 in Obwalden (also schon bald nach 1916 ein zweiter schweizerischer Fund, aber Pflanze für eine Form von W. alpina gehalten und erst in jüngster Zeit richtig bestimmt); 1948 in Appenzell; 1952 in St. Gallen; 1971 im Tessin. Eine Übersicht über die heute bekannte Verbreitung der Art in der Schweiz möge im folgenden gegeben werden.

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