Abstract
In seinen «Beiträgen zur Flora des Comerseegebietes, von Chiavenna und des Veltlin» gibt Becherer (1966) einleitend eine kritische Übersicht über die Literatur zur Flora dieser Gebiete. Für das Veltlin kommen ausser dem «Prodromo» von Massara (1834) und dem «Auctarium» von Anzi (1881) vor allem zwei Werke in Betracht: die «Flora von Bormio» von Furrer und Longa (1915), die jedoch nur ein Teilgebiet des Tales behandelt, und die Flora von Fornaciari (1952, 1958), von der aber bis heute erst zwei Teile, die Pteridophyten enthaltend, erschienen sind. Einige Angaben aus dem engem Grenzgebiet der Schweiz finden sich in den Schriften über das Puschlav von Brockmann (1907) und Becherer (1950, 1953, 1957) sowie in der Flora von Graubünden von Braun-Blanquet und Rübel (1932-1936). Als neueste Publikationen sind schliesslich die bereits erwähnten «Beiträge» von Becherer und die Arbeit von Dübi und Becherer (1968) «Zur Flora des untersten Veltlin» anzuführen. Diese letzte Schrift macht erneut auf die Lücken in der floristischen Erforschung des Veltlin aufmerksam, und es wird darin bemerkt, dass jeder Beitrag, «selbst wenn er sich nur auf ein beschränktes Gebiet beziehen sollte», von Nutzen sein könnte. Durch diesen Hinweis ermutigt möchte ich im folgenden einige Funde aus einem von den Botanikern bisher anscheinend nicht beachteten Moor mitteilen.

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