Rhinanthus pseudoantiquus Kunz, eine neue Art aus den französischen Westalpen

Abstract

Vor 55 Jahren hat J. v. Sterneck (1913) eine neue Rhinanthus-Spezies beschrieben, die er, von phylogenetischen Spekulationen geleitet, als Alectorolophus antiquus (= Rhinanthus antiquus [Stern.] Sch. et Th.) bezeichnete. Zwar war die Pflanze schon vorher bekannt, jedoch nach Sterneck (1913, 110 f.) und Schinz und Keller (1914, 315) für Rh. apenninus Chabert - übrigens eine bis heute ungeklärte Sippe (vgl. Sterneck 1901, 63 f.) - gehalten worden1). Unserer gegenwärtigen Kenntnis gemäss beschränkt sich das Areal des Rh. antiquus auf das Gebiet des Berninapasses, auf das Puschlav, das Misox), das Bergeil (vgl. Braun-Blanquet und Rübel 1935, 1256) und die Bergamasker Alpen. Dazu kommt eine Stelle im Tessin (V. Antabbia), wo die Art aber seit Chenevard anscheinend nie mehr gesammelt worden ist. In Chenevards Herbar liegen von diesem Fundort 4 Exemplare (leg. J. Braun et P. Chenevard) , die ich einsehen konnte. Dafür danke ich den Herren W. Greuter und Prof. J. Miège in Genf bestens. (Vgl. Nachwort.)

https://doi.org/10.12685/bauhinia.2032
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