Über die Anordnung der Zellen in der Astrinde der Torfmoose (Sphagnum)

Abstract

Schon Schimper (1858) hat darauf hingewiesen, dass die Rinde der Seitenäste bei Sphagnum aus zweierlei Arten von Zellen auf gebaut ist: gewöhnlichen Rindenzellen, welche denjenigen der Stammrinde ähnlich sind, und aus grösseren, flaschenförmigen, sog. Retortenzellen, welche an der Spitze oft etwas nach aussen gebogen und dort mit einem Loch versehen sind. Schimper hat auch bemerkt, dass gewöhnlich je eine dieser Zellen auf eine Blattinsertion fällt. Besonders deutlich sind diese Retortenzellen bei Sphagnum tenellum Brid. ausgebildet (Fig. 2), bei den übrigen Arten sind die Unterschiede gegenüber den gewöhnlichen Zellen weniger stark ausgeprägt und bei den Cymbifolia und den Rigida sind die Unterschiede derart verwischt, dass hier kaum noch verschiedene Zellen unterschieden werden können, wenn bloss auf deren Gestalt geachtet wird.

Es ist nun offenbar den Untersuchern entgangen, dass die Zellen der Astrinde bei den Torfmoosen eine ganz bestimmte Gesetzmässigkeit der Anordnung aufweisen. Einzig bei Suzuki (1955) ist diese gesetzmässige Anordnung wenigstens auf den Abbildungen richtig dargestellt worden, ohne dass aber der Autor im Text darauf hinweist. Bei den übrigen Abbildungen, welche mir zu Gesicht gekommen sind, ist jedoch die Anordnung der Zellen durchwegs falsch dargestellt worden, in gewissen Fällen sogar derart verzerrt, dass sie nur durch wiederholtes Abzeichnen aus andern Werken ohne Vergleich mit der Natur entstanden sein können.

https://doi.org/10.12685/bauhinia.2047
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