Bemerkenswerte Farne und Blütenpflanzen von den Tonga-Inseln

Abstract

Im Laufe des Jahres 1951 erhielt ich vom Landwirtschaftsdirektor des Königreichs Tonga im Stillen Ozean den Auftrag, ein Herbarium tonganischer Pflanzen für das dortige Landwirtschaftsministerium anzulegen. Die notwendig gewordene Modernisierung und Intensivierung der Anbaumethoden liess es wünschbar erscheinen, genauere Kenntnisse über die Verbreitung und die Oekologie auch der wildwachsenden Pflanzen und der Unkräuter des ganzen Archipels zu erlangen.

Obschon die Tonga- oder Freundschafts-Inseln schon frühzeitig von namhaften Botanikern besucht wurden - es sei nur an die Namen von Banks, Solander, sowie vor allem von Johann Reinhold Förster und seinem Sohn Georg erinnert, die alle schon im 18. Jahrhundert die «Insulae Amicorum» erreichten -, sind sie nur selten intensiver durchforscht worden. Sogar einige der grösseren Inseln sind bis in die jüngste Zeit botanisches Neuland geblieben, und es sind mir bis heute zum Beispiel keine Berichte über die weit im Süden der Hauptinsel Tongatapu gelegene, unbesiedelte vulkanische Insel ’Ata bekannt geworden. Auch befand sich bis zu meiner Ankunft kein Herbarium im ganzen Archipel, da offenbar Missionare und Aerzte, die sonst oft zu den Pionieren der botanischen Erforschung in Tropengebieten zählten, hier zu wenig Anreiz zur Beschäftigung mit der einheimischen Flora fanden.

https://doi.org/10.12685/bauhinia.2050
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