Abstract
Ein Farnbastard, der irrtümlicherweise als Asplenium ruta-muraria X trichomanes bestimmt wurde, ist am 30. 4. 1933 von M. Salzmann in der Bärenschütz bei Mixnitz (Steiermark, Österreich) gesammelt worden. Das im Herbar des Botanischen Instituts der Universität Graz (GZU) liegende Stück ist 1961 von Meyer als ein damals noch unbekannter Bastard von Asplenium lepidum Presl X trichomanes L. erkannt, als Asplenium X stiriacum D. E. Meyer (1962) beschrieben und als Holotypus desselben bezeichnet worden. Bereits 1961 konnten von Melzer mehrere lebende Stöcke desselben oder eines sehr ähnlichen Bastards in der Bärenschützklamm und in deren Nähe gefunden werden, ein besonders schönes Exemplar am Rötelstein nahe der Drachenhöhle (Melzer 1962). Eine Pflanze, die ebenfalls einen Bastard von A. lepidum X trichomanes darstellt, hat Vida schon im August 1961 bei Pecs in Südungarn gefunden (in litt. 11. 11. 1963) und nach der Publikation von Meyer als A. X stiriacum bestimmt (Vida 1963). Eine sehr ähnliche Pflanze ist im Juli 1962 von Kunz und Reichstein in den Abruzzen gesammelt worden (Nr. 700, siehe unten), eine weitere von Meyer am 8. 9. 1962 in der Bärenschützklamm (hier dürfte es sich um eine der genannten, bereits von Melzer festgestellten Pflanzen gehandelt haben).

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