Kleine kritische Beiträge zur Flora von Basel und Umgebung III

Abstract

Auf einer im September 1953 mit dem damaligen Präsidenten der Basler Botanischen Gesellschaft, Dr. E. Tschopp, gemeinsam durchgeführten Exkursion in das oberelsässische Grenzgebiet von Basel fiel mir im halb ausgetrockneten Bett der Ill bei Meyenheim ein da und dort vereinzelt stehender Rumex auf, den ich a prima vista als R. maritimus L. ansprach. Irgend etwas an der Pflanze musste schon damals an der Richtigkeit dieser Deutung einen gewissermassen unterschwelligen Zweifel erweckt haben. Allein er vermochte sich gegen das geringe Interesse oder die fehlende «Sympathie» für die Gattung nicht durchzusetzen. An der Abneigung, das beunruhigende Moment zu beseitigen, mag auch die Unansehlichkeit der bereits fast völlig verdorrten, mit Schlammfetzen behangenen Pflanzen beteiligt gewesen sein. Ausserdem richtete sich damals die Aufmerksamkeit auf andere, mit dem fraglichen Rumex zusammen vorkommende Arten. So blieb die Angelegenheit ruhen, bis ein erneutes Begehen des Illbettes bei Reguisheim, also etwas südlich von Meyenheim, neun Jahre später (1962), diesmal mit Herrn Dr. G. Hügin zusammen, den Anstoss gab, sie wieder aufzugreifen.

https://doi.org/10.12685/bauhinia.2085
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