Abstract
Asplenium Seelosii1), 1855 von Leybold und von Hausmann zu Ehren des Studenten und späteren Ingenieurs Gustav Seelos, des zweiten Entdeckers der Art, so benannt, der «Benjamin unter den europäischen Farnkräutern», auf alten Herbaretiketten etwa als «planta rarissima» bezeichnet, ist, wie man weiss2), ein ostalpiner, fast ausschliesslich Dolomitfelsen bewohnender Farn. Sein ostalpines Areal umfasst die südliche Kalkzone von Kärnten und Krain bis zum Idrosee (Judikarien)3). Die Hauptverbreitung liegt in den Dolomiten und im Cadore. An vier Punkten kommt der Farn auch auf der Nordseite des Alpenkammes vor (Niederösterreich, Nord-Steiermark, Oberösterreich, Bayern4). Diese Stellen liegen vom südalpinen Areal zum Teil sehr entfernt.

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