Abstract
Der Mückenberg ist der südostexponierte Hang des Aeschbergs südlich von Aesch, Basel-Land. (Die Landeskarte trägt die Namen Muggenberg und Eischberg). Dieser Hang steigt von 310-380 m an und zeigt überall die gleiche Exposition. In seinem oberen Teil stehen Rauracien-Felsen an, die treppig-stufig bis 450 m aufragen. Der Hang selbst ist Gehängeschutt dieser Felsen. Im südwestlichen Teil ist der Hang weniger hoch, und es treten dort Hangquellen aus, die zu Tuffbildungen Anlass gegeben haben.
Der Hangfuss mit seinem tiefgründig-tonigen, oberflächlich skelettfreien Boden trägt Eichen-Hagebuchenwald. Es ist ein Laubmischwald fast ohne Nadelholz. Traubeneiche, Stieleiche und Hagebuche dominieren; Kirschbaum, Esche, Buche, Feld- und Bergahorn gesellen sich im Einzelstand hinzu. Die Strauchschicht ist zwar artenreich, im Waldschatten aber in der Entwicklung gehemmt; die meisten Arten bleiben steril. Die Zeiger des Eichen-Hagebuchenwaldes sind neben Hagebuche und Kirschbaum vor allem Ranunculus auricomus (hier R. biformis und R. puberulus , vereinzelt auch R. pseudocassubicus), Pulmonaria obscura und Potentilla sterilis. Für den jurassischen Standort bezeichnend sind Asarum europaeum, Mercurialis perennis, Scilla bifolia und Sanicula europaea.

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