Gratiola neglecta Torr, im Obereisass

Abstract

Am 18. Mai 1958 fiel der flache Rand einer verlassenen, zum Teil mit Grundwasser gefüllten Kiesgrube in der Gemeinde Richwiler bei Mühlhausen durch einen Teppich von gelbgrüner Farbe von weitem auf. Beim Nähertreten erwies sich, dass dieser aus dichtstehenden, 3-4 cm hohen Pflänzchen einer einjährigen Art bestand. Sie wiesen neben den zwei 3-4 mm langen, fadenförmigen Keimblättern noch 3-4 kreuzweise gegenständige lanzettliche Blattpaare auf, die mit verschmälertem Grunde am hygrophanen Stengel standen. Bei einigen wenigen Pflänzchen waren unter der Lupe in einer der obersten Blattachseln schon kleine, einzeln auf dünnen Stielchen stehende Blütenknöspchen zu bemerken. Die zwei am Grunde des monosymmetrischen Kelches anliegenden, schmalen Hochblätter, zusammen mit den andern Merkmalen, liessen die Vermutung auftreten, dass es sich um eine Vertreterin der Scrophulariaceen-Gattung Gratiola handeln müsse.

https://doi.org/10.12685/bauhinia.2115
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